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Was soll das e-Governmentgesetz in Österreich bewirken - ein Exkurs:

Eine Lebensversicherung Online abschließen oder im Internet eine Baubewilligung beantragen, beides bis jetzt undenkbar, soll nun möglich werden.

Die beiden Unternehmen Trodat und Burg Informatics haben laut eigenen Angaben eine Lösung entwickelt, mit deren Hilfe solch zeitaufwändige Behördengänge schon bald der Vergangenheit angehören sollen. Seit zwei Jahren schon setzt sich Trodat mit dem Markieren von elektronischen Dokumenten auseinander und präsentiert nun mit dem Trodat Digital Stamp einen digitalen Sicherheits-Stempel.

Für die Systemintegration, die Entwicklung und den Vertrieb des digitalen Stempels, holte sich Trodat das in Pasching ansässige Unternehmen Burg Informatics als Partner. Das IT-Unternehmen ist Hersteller eines Produkts für internet-basierende Formulare sowie dem dazugehörigen Formular- und Datenintegrationsmanagement. Dabei spielt die digitale Signatur eine wesentliche Rolle. Die Abwicklung von Anträgen oder Ähnlichem setzt einen Siegel- und Stempelabdruck als sichtbaren Echtheitsnachweis voraus.

Auf dem Online-Weg fehlt bislang dieses sichtbare Merkmal eines rechtsgültigen Dokumentes. "Unser Online Formular Server ermöglicht den Behörden eine Optimierung des Formularwesens in Richtung e-Government, ohne dass die Mitarbeiter ihre Bearbeitungsgewohnheiten ändern müssen", erklärt Thomas Pühringer, Gesellschafter von Burg Informatics.

Die Stadt Steyr (www.steyr.at/) stellt auf der Website digital signierbare und barrierefreie, damit auch sehbehindertengerechte Formulare zur Verfügung. Zur Visualisierung der digitalen Signatur in der internen Formularbearbeitung wird Trodat Digital Stamp eingesetzt. "Mit dem Online Formular Server stehen alle Formulare des Magistrats Steyr in einem einheitlichen Layout zur Verfügung", sagt Wolfgang Patscheider, Leiter der EDV der Stadt Steyr.

Um die digitale Signatur Online verwenden zu können, benötigen die Nutzer zum Signieren der Formulare eine Bürgerkarte und eine Software, die kostenlos heruntergeladen werden kann.

Durch das Klicken auf eine Schaltfläche wird der Signaturvorgang ausgelöst. Diese so eingereichten Formulare werden mit einem Siegel versehen. Dieses Siegel enthält in grafischer Form die Signatur des Unterzeichners sowie den digitalen "Fingerabdruck" des Formularinhaltes selbst.

"Der Hauptnutzen des digitalen Stempels liegt darin, dass die sichere digitale Signatur für den Sender und Empfänger sichtbar wird und der Empfänger die Originalität des gesandten Formulars sowohl in gedruckter als auch in elektronischer Form verifizieren kann", erklärt Harald Suk, Projektleiter bei Trodat. Erstmals präsentiert wurde diese Lösung im Rahmen der e-Gov-Days, die im Februar 2004 in Wien stattfanden.

Erläuterungen zu den Fachbegriffen:

Online:
Online ist, wer seinen Computer über ein Netzwerk (z.B. Internet) mit einem anderen Rechner zusammenschließt.

Formular: Möglichkeit für Benutzer, Informationen auf Webseiten einzugeben. Die Formulardaten werden durch entsprechende Skriptprogramme weiterverarbeitet und einem (oder mehreren) definierten Empfänger(n) zugesendet.

Bürgerkarte:
Ist eine Chipkarte, wie die Bankomatkarte, mit digitaler Signatur, die in Österreich künftig für das e-Government eingesetzt wird. Die Benutzer der Bürgerkarte werden künftig eine Reihe von Amtswegen elektronisch über den PC erledigen können, für die derzeit noch der Weg in verschiedene Amtsstuben notwendig ist.

EDV:
Elektronische Daten Verarbeitung. EDV ist der Überbegriff für alles was mit Verarbeitung irgendwelcher Daten mit elektronischen Geräten zu tun hat. Ebenso häufig auch als IT bezeichnet.

 

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